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#12 (Permalink) |
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Moderator
![]() Registriert seit: 24.04.2008
Ort: Zwickau
Beiträge: 116
Renommee-Modifikator: 1 ![]() |
das ist übrigens das bild, welches der nachbar von amélie (die wunderbare welt der amélie) jedes jahr einmal malt:
![]() der fotograf neil folberg hat das auch mal schön interpretiert: ![]() |
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#13 (Permalink) | |
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Super-Moderator
Registriert seit: 14.05.2008
Ort: Mallorca/Kitzbühel/St.Kitts
Beiträge: 305
Renommee-Modifikator: 1 ![]() |
Zitat:
Warum wird ständig gutes bis hervorragendes altes/historisches und im Solchen die absolute Genialität strapaziert um diese zu verunstalten? Also, bitte, wenn schon, dann sollte die Aufgabenstellung doch wenigstens lauten das "Umgestaltete" auch ins Bild zu integrieren? So zum Beispiel: ![]() Ganz abgesehen von allem Anderen finde ich dass sich hier wenigstens einer bei Monsieur Renoir in aller Form entschuldigen sollte. Der arme Mann muss ja in seinem Grab rotieren wie die Kurbelwelle von einem Formel1 Ferrari! Kein Mensch kommt (Gottseilobunddank!) mehr auf die Idee irgend ein historisches Bauwerk abzureissen und durch einen modernen Stahl-Beton Kasten zu ersetzen..... das wäre dann doch auch "zeitgemäßer" oder ein "das Objekt in die heutige Zeit und ihre Erfordernisse transportieren"? Was sind das für "Kunst-Professoren" die so wenig Zugang, Verständnis und vor allem Respekt vor all diesen großartigen Zeugnissen unverwechselbarer und unwiederbringlicher Kulturgüter haben, dass sie es zur Schulaufgabe machen, diese zu verfälschen, zu verunstalten, zu "interpretieren" (Bei diesem Wort stellt es mir mit schöner Regelmäßigkeit die Haare auf!) Keinerlei eigene Kreativität und daher auch nicht in der Lage diese ihren Schülern zu vermitteln? Mir wurden zum Glück solche Aufgaben in meiner Schulzeit nicht gestellt: ich hätte die schlechteste aller denkbaren Noten bekommen, weil ich mich schlicht geweigert hätte mit einem solchen Meisterwerk irgend etwas anderes zu tun als es mir stundenlang, ehrfurchtsvoll anzusehen! ..........und dann wundert man sich wenn irgendwelche Irre in irgendwelchen Museen ihre Lippenstiftverschmierten Münder auf Gemälde pressen, weil sie der Meinung sind, dass es dann eben besser aussieht?! aber OK, vielleicht kann mir ja wirklich irgendwer erklären was dieses dauernde "Interpretieren" soll? (In jedem Kunstbereich!)
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"Alle Menschen werden als Originale geboren, die Allermeisten sterben aber als Kopien." |
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#14 (Permalink) | |
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Super-Moderator
Registriert seit: 14.05.2008
Ort: Mallorca/Kitzbühel/St.Kitts
Beiträge: 305
Renommee-Modifikator: 1 ![]() |
Zitat:
(jaja, ich weis schon, "Deutsch", aber Du weisst schon was ich mein'!) ![]() Also ich meine mit "interpretieren" nicht die im klassischen Sinn auch richtig übersetze "Auslegung" im Sinne von: "was bedeutet es für mich" - sondern damit meine ich die missbrauchte tagtägliche geradezu "Vergewaltigung" von klassichen Werken durch "Kunstschaffende" und "Kunst(sach)verständige". Mir rollen sich regelmäßig die sprichwörtlichen Zehennägel auf, wenn sich irgend so ein Schlaumeier hin stellt und (meist mit die Wichtigkeit seiner Ausführungen unterstreichenden ernsthaften Mine, mit gespitztem Mund) erklärt "was uns der Künstler damit sagen will". Da würd' ich dann gerne loskrähen: "Hej! Penner! Bist Du bei ein bis zwei Flascherl Absinth mit Loutrec zusammengesessen und er hat Dir lallend offenbart was er mit diesem Werk "sagen" wollte?" Oder - gerade in meiner Nische, für mich der absolute Siedepunkt meiner eigenen emotionalen Betrachtungen, wenn irgend ein phantasie- (&respekt!)-loser Regieseur ein Werk "interpretiert" und dazu erklärt, dass Grillparzer es selber ganz toll fände, würde er in unserer heutigen Zeit leben wenn sich Nathan nackt, schwitzend und fluchend über eine kargest ausgestattete Bühne schnauft, während im Hintergrund ein sogar für das Original viel zu fetter Elvis-Imitator die Speckringe über seiner Hüfte kreisen lässt. Ich meine dieses "Interpretieren von Klassikern" das in Form von Zwangsbeglückung über dem Publikum ausgeleert wird wie im Mittelalter der Nachttopf durchs offene Fenster. (Ähnlichkeit des Inhaltes nicht zufällig gewählt). Und dazu die aus höchst komplizierten Wort- & Satz-Konstruktionen geschmiedeten Erläuterungen deren wahres Credo darauf hinausläuft dem verwirrt Lauschenden mitzuteilen dass er sich als "Kunstbanause" outen würde, wenn er nicht wohlwollend mit dem Kopf nickt und so tut als hätte er diesen Haufen gequirlter Schei*e verstanden. Für die Österreicher unter uns, da gibts so eine Kultursendung im ORF, die ich sofort abdrehe wenn ich rein zufällig darüber stolpere, weil die Moderatorin dieses "Sche**e-quatschen" perfektioniert hat. Dabei bin ich jemand den Kultur und Kunst wirklich interessiert! - Aber das ist einfach nicht zum aushalten! Mich hat kürzlich ein ziemlich wichtiger Zeitungsfritze aus Wien gefragt (weil wir zufällig befreundet sind) was ich von Peymann und Bernhard halte und nachdem ich ihm meine Antwort gegeben hab' hat er gesagt: Das wird nie und nimmer irgendwer drucken, weil dann jeder behaupten würde der Autor dieser Zeilen wäre ein.... richtig! "Kulturbanause"! Hab' ihn noch gefragt ob ich denn so unrecht hätte, und er hat gemeint: "Wenns't mich nie zitierst, dann: nein, hast eh recht." *schnaub* Kratzfuss Der Herr Doc
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"Alle Menschen werden als Originale geboren, die Allermeisten sterben aber als Kopien." |
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