Veröffentlicht: 22.01.2012 um 15:01 vonmaximilian Aktualisiert: 22.01.2012 um 16:20 vonmaximilian
Erlebtes und erdachtes 33
württemberg 1960
es kam der umzugstag. alles war in kartons verpackt. unsere eltern hatten nicht gerade begeistert unseren plan zur zur kenntnis genommen. die möbelpacker zerlegten die schränke und verstauten unser hab und gut in einem großen umzugs-lastwagen. ich spüre heute noch dieses komische gefühl: meine frau, die zwei kinder und ich saßen vorne bei den packern im führerhaus und hinter uns sauber gestapelt alles, was wir besaßen. ...
erlebtes und erdachtes 32
augsburg 1958 zugspitze 2
der weitere weg führte bergauf in richtung gipfel, bis wir an den kleinen zugspitzgletscher kamen. hier wurde unser mut noch einmal auf die probe gestellt. quer durch oder am rand des felsens gehen? wir entschlossen uns, älteren spuren quer durch den gletscher zu folgen, da ich glaubte, einmal gelesen zu haben, dass die gletscher am rande zu dem berg brüchiger und weicher sind und die gefahr von spalten größer ist. über dem...
Veröffentlicht: 22.08.2011 um 20:38 vonmaximilian Aktualisiert: 29.08.2011 um 15:56 vonmaximilian
erlebtes und erdachtes 31
augsburg 1958 -zugspitze 1
in der färberei wurde ein lehrling eingestellt.in gesprächen mit ihm kam unsere beiderseitige freude an den bergen zu tage. es reifte mit der zeit die vorstellung, die zugspitze zu besteigen. er hatte bergerfahrung durch seine grundausbildung bei den gebirgsjägern und ich hatte fast alle gipfel des werdenfelser...
bobingen bis 1954
in einem jahr bot eine schwester von jakob an, ihre nichte in den ferien auf den pfarrhof zu holen, wo sie haushälterin war. es gab dort genügend zu essen und jakob konnte wallys lebensmittelkarten behalten. dieser aufenthalt wurde wiederholt und war für längere zeit geplant.
im pfarrhaus herrschte allerdings ein sehr strenges regiment. wally hatte ein großes, hohes aber ungeheiztes zimmer mit gittern vor dem fenster. im winter...
Wir beschlossen zu heiraten. meine eltern hatten nichts dagegen, obwohl mutter schon einen verlust befürchtete. wallys vater fragte ich ganz offiziell. "muß das sein?" war seine reaktion. "ja" sagte ich und löste erst mal ein stutzen aus, bis er schmunzelte und die doppelzüngigkeit der antwort erkannte.
die vorbereitungen gingen los. die firma hatte neben der fabrik eine umfangreiche siedlung mit häusern für mitarbeiter....