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Alt 17.03.2010, 21:11   #17 (Permalink)
necoicould
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necoicould befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallöchen, ich habe ein Gedicht und ein Bild aus dem Vortrag rausgenommen damit ich nicht über die 20 Minuten raus gehe...

Was ich nicht verstehe ist, im expressionismus wurde ya die Anonymität in der Stadt kritisiert... und in dem gedicht hier:

1. Dicht wie die Löcher eines Siebes stehn
2. Fenster beieinander, drängend fassen
3. Häuser sich so dicht an, dass die Straßen
4. Grau geschwollen wie Gewürgte stehn.

5. Ineinander dicht hineingehakt
6. Sitzen in den Trams die zwei Fassaden
7. Leute, ihre nahen Blicke baden
8. Ineinander, ohne Scheu befragt.

9. Unsre Wände sind so dünn wie Haut,
10. Dass ein jeder teilnimmt, wenn ich weine.
11. Unser Flüstern, Denken ... wird Gegröle ...

12. Und wie still in dick verschlossner Höhle
13. Ganz unangerührt und ungeschaut
14. Steht ein jeder fern und fühlt: alleine.


Wird von Wänden die dünn wie Haut, dass jeder teilnimmt wenn man weint gesprochen - ist dies kein widerspruch zur anonymität in der stadt? Weil wenn jeder weiß was ich tue und mache, dann besteht doch keine anonymität ... oder definier ich anonym falsch?

Oder ist damit gemeint, dass jeder hört und sieht was ich mache, da es so eng ist (dünne wände) -> jeder Kriegt mit was ich mache - aber keiner tut was -> man bleibt alleine -> anonym ... ist das richtig so?
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