
Der
Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen geht in diesem Jahr an den Berliner Ralf Rothmann, der seine Wurzeln tief im Ruhrgebiet verankert hat. Alle zwei Jahre wird die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung verliehen. Berühmte Preisträger waren bisher unter anderem Herta Müller und Peter Rühmkopf.
In diesem Jahr wird der gelernten Maurer und heutige freie Autor
Ralf Rothmann für seine ganz besondere Weise die Welt zu erzählen ausgezeichnet. Jedoch wollte der Schriftsteller niemals Literatur für die Arbeiterwelt erschaffen, denn er selbst wollte da raus, zu bedrückend empfand er es. Vielmehr schreibt Ralf Rothmann von einer Außenposition im Mittelfeld.
Hautnah wird seine Sprache, manchmal auch derbe, beschreibt das Leben zwischen Zeche und der Ordnung eines Arbeiterleben. Aber es gibt auch eine andere Seite von
Ralf Rothmann, die vom Großstadtleben, dass im krassen Gegensatz zu der fast schon idyllischen Welt des Ruhrpotts steht. Aber auch hier werden die “kleinen Leute” ins zentrale Licht der Romane gesetzt.
Der
Walter-Hasenclever-Literaturpreis ist nicht die erste Auszeichnung für den Schriftsteller. Bereits 2008 bekam er den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Heute lebt der gebürtige Ruhrpottler mit seiner Frau in Berlin, doch seine so untypische Sprache hat er bis heute nicht verlernt.
Quellen:
www.berliner-morgenpost.de
www.walter-hasenclever-gesellschaft.de
www.weltonline.de
birgitH/pixelio
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