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Utagawa Kunisada (1786 – 1865) und die Ukiyo-e-Kunst
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Geschrieben: 13.01.2009 um 18:54 von Christina Pirker
Der japanische Künstler Utagawa Kunisada gilt als einer der besten und zugleich auch erfolgreichsten japanischen Meister des Farbholzschnittes, der so genannten „Ukiyo-e-Kunst“. Das japanische Wort „Ukiyo-e“ lässt sich mit dem Begriff Bilder der fließenden, vergänglichen Welt übersetzen, wobei alltägliche Szenerien aus der Welt der einfachen Leute, Handwerker, des Theaters und der illustren Damenwelt aus den Prostituiertenviertel Edos, von Yedo (= Tokyo) stammend, und anderer japanischer Großstädte gemeint sind.

Ursprünglich handelte es sich beim Ukiyo-e-Stil jedoch um eine Zeichentechnik, die sich aus der traditionellen japanischen Kunst im 17. Jahrhundert entwickelte und neben Kunisada selbst von einer Vielzahl an Künstlern wie Hiroshige, Hokusai oder Kuniyoshi getragen wurde. Der neue Stil enthielt künstlerische Elemente früherer Kunstrichtungen und Schulen, wie etwa der so genannten Tosa- oder Kano-Schule. So übernahmen die Künstler die lebhaft dunklen Farben der ersteren und die festen kraftvollen Linien der letzteren.

Utagawa Kunisada, auch bekannt als Utagawa Toyokuni III, rangierte im Ansehen seiner Zeit weit vor seinen Zeitgenossen Hiroshige und Kuniyoshi. Geboren wurde er 1786 als Sumida Shōgorō in Honjo, einem östlichen Stadtviertel Edos, wo er als Halbwaise heranwuchs. Seiner Familie gehörte ein kleiner lizenzierter und erblicher Fährbetrieb, dessen Einnahmen ihm eine gewisse Grundsicherung boten.

Toyokuni I, das Oberhaupt der „Utagawa-Schule“ und einer der führenden Designer von Kabuki- und Schauspielerporträt-Holzschnitten, zeigte sich von dem Talent des jungen Kunisada beeindruckt und nahm ihn als Lehrling auf. Von ihm erhielt Kunisada auch seinen offiziellen Künstlernamen „Kuni“-sada, abgeleitet aus dem zweiten Teil des Namens Toyo“kuni“.

Sein erster, bekannter Farbholzschnitt datiert in das Jahr 1807. Ab 1808 illustrierte er Bücher und sein Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad nahm schnell zu. Gleichzeitig erschienen seine ersten Bijin-Serien (Bilder „Schöner Frauen“) und eine Serie von Pentaptychs mit Stadtansichten von Edo. Im Laufe seines künstlerischen Schaffens, entwarf er ein weites Spektrum an traditionellen Ukiyo-e-Themen wie Kabuki-Szenen, schöne und elegant gekleidete Frauen oder auch historischen Begebenheiten. Landschaftsdarstellungen sind von ihm nur sehr wenige bekannt und daher umso wertvoller. Der Erfolg seiner Arbeiten ließ ihn in den Augen seiner Zeitgenossen rasch seinem ehemaligen Lehrer und Förderer Toyokuni I ebenbürtig erscheinen.

Seine Werke signierte er mit unterschiedlichen Namen und Beinamen, so dass eine Zuteilung der Farbdrucke gelegentlich schwierig ist.

1807 – 1844 Gototei Kunisada
1833 – 1844 Kochoro Kunisada
seit 1844 Toyokuni
seit 1845 Shozo

Kurz nach Neujahr 1865 verstarb Utagawa Kunisada im selben Statdviertel Edos, in dem er auch geboren wurde.

Quellen:
Wikipedia
Ausstellungskatalog Kunsthalle im Schloss Isny
Zuletzt aktualisiert: 13.01.2009




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