
Einst angesehen, schnell in Vergessenheit geraten und zuletzt wieder entdeckt-
Tilmann Riemenschneider, Bildhauer und Holzschnitzer. Der spätgotische Künstler
Riemenschneider wurde 1468 in Heiligenstadt in Thüringen geboren. Später siedelte die Familie nach Osterode im Harz über. Dort war der Vater als Münzmeister tätig. 1474 begann
Tilmann Riemenschneider eine Lehre zum Holzschnitzer und Steinbildhauer. Nach der Ausbildung war Riemenschneider als Wandergeselle unterwegs und kam so nach Würzburg. Hier heiratete er die Goldschmiedewitwe Anna Schmidt. Mit dieser Hochzeit erhielt er die Rechte eines Meisters und einen vorhandenen Werkstattbetrieb. Rund 10 Jahre später starb seine Frau und hinterließ ihm eine Tochter. In seinem Leben heiratete
Tilmann Riemenschneider vier mal.
Er war angesehener Bürger und Künstler in seiner Wahlheimatstadt Würzburg. Von 1520 bis 1524 war er sogar Bürgermeister der Stadt.
1531 starb
Tilmann Riemenschneider und hinterließ eine gut laufende Kunstwerkstatt mit zahlreichen Schülern und ein kleines Vermögen.
Seine Werke:
In der Zeit der Gotik und Renaissance war Würzburg das Zentrum der Bildhauer- und Holzschnitzkunst und
Tilmann Riemenschneider galt als einer der bedeutendsten gotischen Künstler im fränkischen und süddeutschen Gebiet.
Seine Kunst wurde insbesondere vom holländischen
Realismus beeinflusst. Hauptthemen in seinen Werken waren die bildlichen Darstellungen des leidenen Christi.
Tilmann Riemenschneider vereinte das Heilige mit dem menschlichen Alltag in seiner Kunst.
Berühmt sind bis heute unter anderem seine Altarwerke, wie das Grabmal für Kaiser Heinrich II. Im Bamberger Dom.
Quellen:
bautz.de
elk-wue.de