
Im
Realismus (1848-1885) distanzierte man sich von der unwirklichen Religion und des Mystischen Glaubens. Nur das Spürbare und Ersichtliche galt als Realität. Hintergrund für diese Auffassung waren die Bürgerunruhen 1848 in fast ganz Europa, Kriege, Aufsplittung der Ländereien, sowie die Besetzung der östlichen Staaten.
Eine ereignisreiche Zeit, die es nicht zuließ, an den Glauben festzuhalten, zu sehr gab es Unterdrückung, politische Missstände und Armut.
Die Literatur im Realismus
Insbesondere bei der realistischen Lyrik gab es zwei Hauptgruppen, einmal die poetische und anderseits die kritische Darstellung. Der poetische
Realismus wendete sich von der Klassik und Romantik ab, erzählte ohne Illusionen das Geschehen des Alltages der Bevölkerung. Hingegen die kritische Literatur das karge Leben, die unverdrossene Politik und den Moment ohne jede Emotion erzählte. Neben der Poesie spielte das realistische Drama und die
Epik eine sehr wichtige Rolle
Berühmte Vertreter der realistischen Literatur
Friedrich Hebel (1813-1863)
Theodor Storm (1817-1888)
Theodor Fontane (1819-1898)
Kunst des Realismus
Auch in der Kunst galt es das Wirkliche wieder zugeben. Dies definierte 1855 auch der französische Künstler Gustav Courbet in seinem realistischen Manifest, in dem er festhielt, dass Künstler ausschließlich nur Dinge darstellen sollen, die man berühren und sehen kann.
Im
Realismus malten Künstler vermehrt in der Natur und bannten Landschaften und arbeitetene Menschen auf die Leinwand.
Künstler des Realismus
Adolf Menzel (1815-1905)
Honoré Daumier (1806-1879)
Wilhelm Leible (1844-1900)
Quellen:
www.swr.de
www.beyers.de
Bildquelle:
Buch: "Daumier" Safari Verlag Berlin