
Ein beispiellos talentierter
Künstler,
Denker,
Erfinder und
Wissenschaftler, seiner Zeit immer ein paar Schritte voraus. Bis heute faszinieren nicht nur die künstlerischen Werke, sondern auch der Mensch
Leonardo. Zielstrebig verfolgte er seine Ideen und setzte diese perfektionistisch zusammen, ganz gleich ob in der Malerei oder bei seinen Erfindungen. Auch wenn er einige Werke nie beendete.
Sein Leben
Eigentlich lautet sein Name
Leonardo di ser Piero. Da er am 15.April 1452 in Vinci unehelich geboren wurde, bekam er im Laufe der Zeit den Beinamen da Vinci, der aus
Vinci stammt. Sein Vater, Ser Piero, war Notar und seine Mutter, Catarina, eine Bauernmagd. Kurz nach der Geburt von Leonardo heiratete der Vater seine erste Frau, seine Mutter einen Töpfer und Leonardo wuchs von 1452 bis 1568 bei seinen Großeltern väterlicherseits auf und genießt seine Kindheit in vollen Zügen. Nach dem Tod des Großvaters siedelte der Vater mit seiner zweiten Frau und Leonardo nach Florenz über. Sein Vater erkannte schon damals sein außerordentliches Talent und Leonardo durfte eine Ausbildung in der Künstlerwerkstatt von Andrea del Verrochio beginnen, die er dann auch 1472 abschloß. Schnell etablierte
Leonardo da Vinci sich als Künstler und angesehenen Erfinder.
Die Malerei
Zwischen 1472 und 1476 entstehen von Leonardo da Vinci im Namen der Werkstatt von Andrea del Verrochia verschiedene Werke. Erst 1478 erhält der Künstler seinen ersten eigenen Auftrag. Er sollte ein Altarbild für die Capella die San Bernado im Pallazzo della Signoria malen.
Besonders bis heute berühmt ist das Bildnis des Abendmahls. Leonardo bekam 1494 den Auftrag von der Dominikanerkirche Santa Amria delle Grazie. Ebenso Welt bekannt ist die Mona Lisa. Dieses Bild steht heute hinter Planzerglas im Louvre in Frankreich und erzählt mit ihren Lächeln, was vielleicht gar keins ist, von ihrer erlebnisreichen Geschichte. Bis heute wird über die Herkunft der schönen Dame viel diskutiert. Man geht davon aus, dass es sich um die Ehefrau des italienischen Händlers Francesco del Giocondo. Er beauftragte Leonardo um 1503 dieses Bild zu malen, doch der Künstler übergab es nie dem Händler. Kurz vor seinem Tod schenkte er es dem französischen König Franz I.. Nach der französischen Revolution hing es sogar über dem Bett von Napoleon. Leider war die Mona Lisa oft Opfer von Anschlägen, wie zum Beispiel dem Säureangriff von 1956. Zahlreiche Skizzen und Bilder, auch wenn nicht vollendet, sind über die Jahrhunderte erhalten geblieben und zeugen von dem fantastischen Talent von Leonardo Da Vinci.
Die Erfindungen
Besonders der Traum vom Fliegen beschäftigte Leonardo sein ganzes Leben. Er entwickelte unter anderem ein Fluggleitgerät. Forscher und Wissenschaftler waren sich immer sicher, dass diese Flugmaschine niemals funktioniert. Sie irrten sich. Denn ein Brite bewieß im Jahr 2000das Gegenteil. Er baute mit einem Team nach orginal Entwurfszeichnungen den Fluggleiter nach und seglete nach der Fertigstellung in 3000 Meter Höhe sicher und landete ohne Verletzungen. Auch der Vorläufer des Automobils erfand das Genie. Zudem tüftelte er an Kriegsmaschinen, wie zum Beispiel einen Panzer.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte er auf dem Schloss Clos-Lusé und starb am 2.Mai 1519.