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Karl der Große und die Karolingische Kunst
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Geschrieben: 09.12.2008 um 16:36 von admin
Das Karolinger Reich existierte von 751 bis ins 11. Jahrhundert hinein. Große Gebietsteile von Deutschland, Frankreich, Belgien und Oberitalien gehörten zum Frankenreich. Der berühmteste Vertreter war Karl der Große.

Genau dieser Kaiser strebte nicht nur nach wirtschaftlicher Macht. Er wollte, dass die Meisterwerke seiner Zeit bis in die Ewigkeit erhalten bleiben und das hat Karl der Große eindeutig erreicht.
Er war es auch, der die antike christliche Kunst wieder auf griff und sie mit der byzantinischen Kultur kombinierte. Die Karolingische Kunst war geboren. Diese Kunstrichtung sollte sich komplett von dem bisherigen germanischen Stil abheben. Mit Erfolg. Besonders die Buchkunst der Karolinger hat bis heute überlebt. Zeugnis von dieser Zeit spricht das Buch Evangelier. Neben einem erlesenen Elfenbeineinband, sind die Zeichnungen anatomisch für diese Zeit sehr weit fortgeschritten und die Hintergründe detailliert, realistisch dargestellt. Ausgestellt ist dieses Buch in der Schatzkammer in Wien.

Nicht zu vergessen, ist die mächtige Baukunst, architektonisch einfach beeindruckend. Stolz ragt noch heute der Aachener Dom in den Himmel. Ein wahres Meisterwerk der Karolingischen Kunst. Mit dem Bau wurde 790 begonnen und war das Herzstück der damaligen Kaiserpfalz. Schon 805 weihte der Papst Leo III. den Zentralbau der Kirche ein. Nicht nur von Außen strotzt die Kirche mit ihren massiven Säulen aus italienischen Marmor, im Inneren befinden sich prächtige Goldschätze, unter anderem der Thron des Kaisers. Hier liegen in einem prächtigen Sarg die Gebeine von Karl des Großen. Mit den Jahrhunderte wurde der Aachener Dom erweitert. Dazu kamen auch acht besondere Glocken. Eines schönsten Barock Glockenspiele Deutschlands.

Die Epoche der Karolinger veränderte auch die Kunst. Nun rückte die menschliche Darstellung in den Vordergrund. Künstler beschäftigten sich mit Anatomie, Bewegung und Dynamik. Zudem war diese Zeit die Anfänge der Perspektive. Es sollte Raum und Fülle auf dem zweidimensionalen Papier entstehen. Die Karolingischen Kunst und deren Technik ebnete den Weg für viele berühmte Künstler.
Zuletzt aktualisiert: 07.10.2009




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