Heute gilt Jörg Immendorff als bekanntester, deutscher Künstler der Nachkriegszeit. Bereits in den 1960er sorgte er in Düsseldorf mit seinen Künstleraktivitäten, die unter dem Nonsens-Namen „LIDL“ liefen, für Aufsehen. Zu dieser Zeit setzte sich Jörg Immendorff mit politischen Aussagen in seinen Bildern und Skulpturen auseinander. Das zeigt auch der Bilderzyklus „Cafe Deutschland“ Dort befasste sich der Künstler, der 1945 bei Lüneburg geboren wurde, mit der Teilung Deutschlands und deren Auswirkungen in der Kunst, sowie in der Gesellschaft.
Studiert hat der Künstler an der Düsseldorfer Kunstakademie. In seiner künstlerischen Laufbahn, die sehr markant und in der Kunstszene spürbar war, nahm Jörg Immendorff mehrere Gastlehrtätigkeiten an, unter anderem in der Hamburger Kunstakademie. 1989 bekam er sogar die Professur an der Kunstakademie Düsseldorf, die sich in den 1960er aufgrund des "LIDL" Projektes von ihm trennte.
In den 1990er wurden seine Werke ruhiger und auch unpolitischer. Ab 1998 veränderte Jörg Immendorfer seinen Stil. Vom sarkastischen Realismus befreite sich der Künstler, um sich nur noch auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sichtbar ist der neue Stil unter anderem an den oft für den Betrachter rätselhaften Motiven und dem monochromen Hintergrund.
Allerdings geriet Anfang 2000 der Künstler als Person in die Boulevardpresse. Denn zunächst heiratete er die 30 Jahre jüngere Oda Jouna und dann vergnügte er sich 2003 mit Prostituierten und Kokain in einem Hotel.
Jörg Immendorff starb am 28.05.2007 an einem Herzstillstand. Bereits seit Jahren litt er an der unheilbaren Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose und saß im Rollstuhl. Zuletzt konnte er Arme und Beine nicht mehr bewegen.
Quellen:
www.spiegel.de
www.kunstdurst.de
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