Mehr als 4000 Lithographien, 1000 Holzschnitte und über 700 Gemälde in Öl und
Aquarell, sowie zahlreiche Zeichnungen hinterließ der französische
Künstler Honoré Daumier.
Ein vielseitiger und begabter
Künstler, der am 26. Februar 1806 in Marseille geboren wurde. Er stammt aus einer Familie, die sehr von Armut geprägt war und sein Vater, ein erfolgloser Dichter und Glasermeister zog mit Kind und Frau kurz nach der Geburt von
Honoré Daumier nach Paris. Dort wollte der Vater sein Glück versuchen und seine Gedichte in der Öffentlichkeit verbreiten. Doch dieser Wunsch blieb unerfüllt. Aus diesem Grund widersetzte sich Jean-Baptise Daumier, das künstlerische Talent des Sohnes zu fördern. Denn er sollte ein besseres Leben führen.
Um seine Familie zu ernähren nahm
Honoré Daumier zunächst eine Tätigkeit als Schreiber auf. Bald aber wurde sein künstlerisches Talent von Alexandre Lenoir und Eugéne Boudin erkannt und gefördert.
Schnell baute
Honoré Daumier sich mit Lithographie Arbeiten eine Existenz auf. Unter anderem arbeitete er für die satirische Zeitschrift
La Charivari und machte sich mit seinen Lithographien einen großen Namen in Paris.
In seinen Karikaturen konnte man eindeutig erkennen, dass ,in den Zeiten der französischen Unruhen und dem Kampf nach sozialistischer Freiheit, die am Ende doch nicht siegte, Daumier immer auf der Seite des Volkes und kein Befürworter des französischen Präsidenten Louis Napoléon Bonaparte, dem Enkel des berühmten Korsen, war.
Zu seinen Lebzeiten wusste kaum jemand, dass Daumier auch Maler war. Seine Werke wiesen impressionistische Grundzüge auf, jedoch sind sie mehr mit dem Stil von Goya und Rembrandt zu vergleichen.
Am Ende eines erfolgreichen Lebens starb
Honoré Daumier am 11. Februar 1879 arm und fast erblindet. Nicht mal die nötigen 12 Franken für die Beerdigung konnte durch seine Erbschaft aufgebracht werden.
Kaum zu glauben, denn heute wird er insbesondere in Frankreich als Vater des
Realismus gefeiert.