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Geschrieben: 10.03.2009 um 15:42 von
Kerstin
Die Blechtrommel gehört noch heute zur Weltliteratur. Geschrieben und erfunden von Günter Grass. Der erfolgreiche Nachkriegsroman, der 1959 erschien, erzählt von dem Insassen einer Heilanstalt, Oskar Mazerath, der mit drei Jahren beschlossen hatte, nicht mehr zu wachsen, um die Verlogenheit der Erwachsenen zu entkommen. Er bekommt eine Trommel, ebenfalls mit drei Jahren, von seiner Mutter geschenkt und so trommelt er sich durch das Leben. Ein Roman der auch die Geschichte der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen erzählt. Damit war Günter Grass einer der Ersten, der sich in einer tabuvollen Gesellschaft traute, die Geschehnisse der Weltkriege offen dar zu legen. 1979 wird die Blechtrommel von Volker Schlöndorff verfilmt.
Doch nicht nur die Blechtrommel gehört heute zu den etablierten Literaturwerken von Günter Grass, der am 16.Oktober 1927 in Danzig geboren wurde. Oft enthalten seine Werke politische Aussagen. Sein Engagement für die Politik ist jedoch nicht nur auf Papier beschränkt. Öffentlich nimmt in den 1960er an Protestaktionen für die Freiheit der DDR teil und beteiligt sich an den Wahlkampftouren der SPD.
Eigentlich studierte Günter Grass an der Kunsthochschule Düsseldorf und an der Kunsthochschule Berlin Graphik und Bildhauerei, doch schon während seines Studiums fing Günter Grass an zu schreiben. Für seine Werke erhielt 1999 er sogar den Nobelpreis für Literatur.
Für jede Menge Gesprächsstoff sorgte Günter Grass dann 2006 mit dem Bekenntnis, dass er freiwillig in der Waffen SS des zweiten Weltkrieges eingetreten war. Viele Kritiker sehen aufgrund seines politischen Einzatzbereitschaft für die SPD und den demokratische Freiheitkampf von Günter Grass, eine unmoralische Selbstoffenbarung. Denn gerade Günter Grass, der nach dem zweiten Weltkrieg für Offenheit plädierte, schwieg über 60 Jahre.
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Zuletzt aktualisiert: 22.04.2009
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