
Das Musical „Wa(h)re Jugend“, dass am 08.05.09 in Hamburg aufgeführt wird, ist bereits das vierte Stück der Studentin Franziska Pohlmann. In einem Interview mit der Kunstforum Redaktion erzählt sie mehr über sich und die Faszination Musical.
Kunstforum Redaktion: Ihr neues Musical „Wa(h)re Jugend wird am 08.05.09 uraufgeführt. In dem Stück geht um eine immer ältere Gesellschaft. Möchten Sie dabei einen gesellschaftskritischen Punkt ansprechen oder einfach das Publikum unterhalten?
Franziska Pohlmann: Natürlich geht es mir in erster Linie darum, mit meiner
Musik den Menschen Freude zu bereiten. Doch Kunst ohne die Abbildung der Gesellschaft, sei es nun in romantischer, dramatischer oder kritischer Form, kann ich mir nicht vorstellen. Ich möchte mit meiner
Musik begeistern, aber inhaltlich auch zum Nachdenken anregen.
Kunstforum Redaktion: Es ist ja bereits Ihr viertes Musical. Aber wie kamen Sie zu Ihrer Art der ausdrucksstarken Kunst?
Franziska Pohlmann: Mir hat Theater schon immer sehr gefallen, da meine Mutter Darstellendes Spiel unterrichtet, hatte ich sehr früh Kontakt zu Schauspiel im Allgemeinen und habe mich dort wohl gefühlt. Die Leidenschaft zur
Musik hat bereits mit sieben Jahren im Geigenspiel und im Chor begonnen. Besonders musikalisch angeregt war ich durch meinen Chorleiter Jan Kramer, der leider vor einigen Jahren verstarb.
In der Oberstufe habe ich meine erste Theatergruppe gegründet und hatte das Glück, während des Abiturs mein erstes Musical „Ein Traum von
Musik“ umsetzen zu können. Auf dem langen Weg bis zur heutigen Produktion hat es sehr viele Steine, aber auch umso mehr Unterstützer gegeben, die mit Rat und Tat die Projekte vorangetrieben haben und mir viele Freiheiten gaben.
Kunstforum Redaktion: Im Bericht des Kunstforums habe ich erfahren, dass sie Studentin sind. Was studieren sie?
Franziska Pohlmann: Aktuell schreibe ich meine Magisterarbeit und schließe mein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften ab. Während des Studiums habe ich mich auf meine Hauptfächer
Musik und Kulturtheorie konzentriert und auch ein Semester als Gaststudentin an der Hochschule für
Musik und Theater in Hamburg verbracht.
Kunstforum Redaktion: Ein Musical ist in der Regel kaum alleine auf die Beine zu stellen. Gibt es Unterstützung?
Franziska Pohlmann: Zur Zeit haben wir neben dem unheimlich großen Engagement der Studierenden viele Unterstützer aus dem professionellen Bereich. Neben dem FEM Produktion Management vom Theater an der Ilmenau (Uelzen) sind unsere Creative Consults Jörg Mandt und Chris Schwarz zu nennen, Lüneburg Marketing und viele mehr.
Kunstforum Redaktion: Sie sind auch Mitbegründerin eines Vereines. Wäre schön, wenn sie noch etwas den Kulturverein Haute Culture e.V erzählen.
Franziska Pohlmann: Den Haute Culture e.V. habe ich mit meinen Kolleginnen Stephanie Braune und Friederike Brumhard im vergangenen Jahr gegründet. Wir brauchten einen offiziellen Rahmen für unsere Produktionen und sind positiv überrascht von den Rückmeldungen auf den Verein.
Wer nun das neue Musical Wa(h)re Jugend von Franzika Pohlmann nicht verpassen möchte, der kann sich das Stück unter anderem am 08.05.2009 im Kampnagel in Hamburg anschauen.
Weitere Infos unter www.wahre-jugend.de
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