Der
Expressionismus ist eine europäische Kunstrichtung Anfang des 20. Jahrhundert. Der zu dieser Zeit leicht verachtete Kunststil begann bereits im deutschen Kaiserreich. Im Gegensatz zu den Impressionisten stellten Expressionisten die Welt der unterbewussten Gedanken und Emotionen mit ausdrucksstarken Farben und perspektivischen Verzerrungen dar.
Berühmte Vertreter des
Expressionismus war die Künstlergruppe „die Brücke“. 1905 wurde die Gemeinschaft von den Architekturstudenten, Erich Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt Rotluff und Fritz Bleyl gegründet. Nach acht Jahren löste sich die Brücke auf und 1933 galten die Werke der Künstlergemeinschaft im dritten Reich als entartet.
Eine weitere expressionistische Vereinigung waren die „blauen Reiter“, die sich um den Künstler Wassily Kandinsky 1911 in München gründeten. Die Künstlergemeinschaft versuchte den künstlerischen Ausdruck immer wieder zu erweitern und neu zu entwickeln. Beispiel dafür sind unter anderem die fast märchenhaften Darstellungen in Klees Bildern, der ebenfalls der Künstlergemeinschaft der „blauen Reiter" angehörte. Mit Beginn des ersten Weltkrieges, 1914, löste sich die Vereinigung auf.
Der
Expressionismus förderte auch die Emanzipation der Frauen. Berühmtes Beispiel ist die Malerin
Gabriele Münter, sie war Mitglied der Künstlervereinigung die „blauen Reiter“ und Lebensgefährtin des
Künstlers Wassily Kandinsky. Auch die Malerin Paula Morgensohn-Becker, die zu den bedeutendsten
Künstlerinnen des frühen
Expressionismus zählt, hinterließ über 700 expressionistische Werke. Bereits 1907, mit 31 Jahren, starb sie an einer Embolie bei der Geburt ihres ersten Kindes.
Nach 1918 lösten sich die meisten Künstlervereinigungen des
Expressionismus auf und neue Kunstrichtungen, wie beispielsweise der
Dadaismus traten in den Vordergrund.
Quellen:
www.artfacts.net
www.pohl.de
www.dhm.de
Buch: Galerie der großen Maler Bastei Verlag
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