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Entartete Kunst im Dritten Reich
Geschrieben: 13.03.2009 um 17:37 von
Kerstin
Der Nationalismus des Dritten Reiches beschäftigt bis heute Menschen und Medien gleichermaßen. Noch immer sind viele Themen nicht verarbeitet und es bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte. Alles was nicht in das Bild der Nationalisten passte wurde versteckt, unterdrückt und zum Schweigen gebracht. Die zwanghaft angepasste Ideologie der Nationalisten griff auch in die Kunst ein.
Ab 1936 gab es nur noch „Deutsche Kunst". Alle modernen Kunstwerke und kulturellen Strömungen galten als entartet. Darunter fielen unter anderem der Expressionismus oder Dadaismus. Ein Jahr später fand in München und bundesweit, bis hin nach Österreich, die Ausstellung „entartete Kunst“ statt. Inziniert von Jospeh Goebbels persönlich. Um die Menschen von dieser Kunst und dessen Künstler abzuschrecken, wurden neben den Kunstwerken Bilder verkrüppelter Menschen, die ein Vergleich zu den Werken und Skulpturen sein sollten, an gehangen.
Nach und nach wurden Künstler die Professur an Kunsthochschulen entzogen, bekamen Ausstellungs- und sogar Malverbot. Auch Max Liebermann, einer der bedeutensten Expressionisten, erhielt von den Nationalisten Arbeitsverbot. Der am 18.07.1847 in Berlin geborene Künstler, der jüdischer Abstammung war, starb 1935, fast wie ein Gefangener, in seiner Berliner Wohnung. Aber auch Künstler die nicht jüddisch waren zählten zu den Entarteten, wie Ernst Barlach oder Emil Nolde.
Viele der durch die Nationalisten beschlagnahmten Kunstwerke wurden zerstört, in aller Welt verkauft oder einfach nur vergessen.
Quellen:
www.dhm.de
Buch: Gemäldegalerie Neue Meister
Zuletzt aktualisiert: 22.03.2009

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