Preisgekrönt und doch bedrückend – der Film „Hunger“ des britischen Künstler Steve Mc Queen erzählt die Geschichte der IRA-Häftlinge, die sich in einem Gefängnis in Maze zu Tode hungerten. Heute startet der Film in den deutschen Kinos.
Auf einen umfangreichen Dialog wird in diesem Film verzichtet. Bilder erzählen mehr als tausend Worte. Unglaublich packend und emotional wird die Sicht des Anführers Bobby Sand gezeigt.
Dabei geht es nicht darum die IRA in den Himmel zu loben, vielmehr zeigt es beide Seiten. Die Verzweiflung der Wärter, die sich nicht anders als mit Gewalt auf den Hungerstreik der Häftlinge wehren können und den Kampf der Häftlinge, die Ihren Status eines politischen Gefangen verloren haben.
Ihre Art des Kampfes ist die Verwahrlosung, die zehm Menschen in den Tod trieb. Der Film will nichts beschönigen, die Kamera streift über die Essenreste in der Gefängniszelle, über die sich bereits die Maden hermachen, hält die abgemagerten Gesichter der Inhaftierten fest, die für den Betrachter in vielen Szenen nur schwer zu ertragen sind.
Der Zuschauer wird auch nicht auf dem letzten Leidensweg von Bobby Sands, der von Michael Fassbender gespielt wird, geschont. Nach 66 Tagen ist sein Kampf vorbei, verhungert und doch nicht gewonnen.
Ein Film der mehr als nur ein Stück Geschichte festhält, ein Film der die Abgründe der menschlichen Seele auf eine fesselnde und doch bedrückende Weise dokumentiert.
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