Das
Neolithikum, auch
Jungsteinzeit genannt, gilt als Übergang der Jäger- und Sammlerkultur zum Ackerbau. Die Jungsteinzeit fand zu verschiedenen Zeiten statt. Beispielsweise in
China begann die Epoche um 6000 vor Christus.
Dort wurden auch bereits in den 1980er über 6000 neolithische Fundorte entdeckt. Besonders anhand der häufig gefundenen Keramik können Archäologen Lebensgewohnheiten, den lokalen Charakter und deren Kunst ablesen.
Sehr dominant in der chinesischen Jungsteinzeit waren einerseits die Yangshao-Kultur und anderseits die Longshan-Kultur. In den sehr fruchtbaren Regionen Nordchinas, die als Wiege der chinesischen Zivilastion gilt, ließen sich die beiden Kulturen nicht weit von einander entfernt nieder.
Die Longshan Kultur drang bis in seine Blütezeit 3000 vor Christus in nordchinesische Ebene ein. Charaktertisch ist die schwarz, polierte Tonware, aber auch rötlich und weise Keramik, die bereits 1930 entdeckt wurde. Die kunstvoll gestaltete Keramik wurden auf der Töpferscheibe angefertigt. Manche Formen erscheinen fast schon exzentrisch, wie besipielsweise Henkelgießkannen mit drei Beinen aus weißem Ton.
Größere Anziehungskraft jedoch besitzt die Yangshao-Kultur und deren verbundene Perfektion in der Keramikherstellung. Die Tonware wurden aus rötlichen, sowie bräunlichen Keramik hergestellt und bei hohen Temperaturen, bis zu 1000 Grad gebrannt. Im Gegensatz zu der Longshan-Kultur drehten die Yangshao-Kultur die Tonware nicht auf der Töpferscheibe, sondern wurden aus so genannten Ringwülsten geformt. Doch auch ohne Töpferscheiben wurde die Keramik fein und grazil gearbeitet.
Da beide Kulturen sich gleichzeitig entwickelten, sind zahlreiche Keramikgefäße identisch, obwohl die Yangshao-Kultur beim Dekor eine Vorliebe für menschenähnliche Masken und Darstellungen von Fischen hatte.
Die
Jungsteinzeit war besonders in
China eine entwicklungsreiche Zeit. Am Ende des Neolithikum, rund 3000 vor Christus, begannen Kulturwanderungen und man entdeckte die Bronze.
Quellen:
Buch: Kunstschätze aus China