Bisher schaffte es nur ein
Künstler Suppendosen museumsreif zu machen –
Andy Warhol, bizarr, spektakulär, einzigartig. Vielleicht auch ein Genie? Werke von
Andy Warhol sind heute, rund zwanzig Jahre nach dem Tod des
Künstlers, so begehrt wie nie zuvor. Noch in den 1990er kaufte kaum jemand die Bilder von
Andy Warhol, sie entsprachen so gar nicht der Mode der Kunst. Wie aus dem nichts, erscheinen heute fast weltweit Suppendosen Motive und Prominenten-Drucke des extravaganten Malers, Fotograph und Filmmachers auf Einkaufstaschen, in Reklame und in Museen. Doch nicht nur seine Arbeiten sind aufsehen erlegend, auch die Person
Andy Warhol schreibt Geschichte. In 1950er färbt er sich beispielsweise seine Haare strohblond, undenkbar zu dieser Zeit, es wurde später dann zu einem Markenzeichen des
Künstlers.
Seine Biographie fällt wohl fast jedem Autor ein schwierig, denn
Andy Warhol stellte sich immer wieder neu da und seine Angaben über Geburtsort oder Datum legte er gerne verschiedenen aus. Mal wurde er 1927 geboren, mal 1933. Klar ist, dass seine Eltern tschechische Emigranten waren und nach Pittsburgh auswanderten.
1945 studierte
Andy Warhol an der Carnegie Institute of Technologie in Pittsburgh Design. Vier Jahre später siedelte er nach New York über und arbeitete als Werbegrafiker. Als die ersten Siebdrucks in einer New Yorker Galerie ausgestellt wurden, begann der rasante Aufstieg von
Andy Warhol. Er galt als der Anti-
Künstler und Begründer der Pop-Art. Die Kunstszene wurde von den Bildern des
Künstlers ordentlich auf den Kopf gestellt, den
Andy Warhols Kunst war neu, noch nie da gewesen, einmalig.
Wenig später gründete er die „Factory“. Eine Wohn- und Arbeitsstätte verschiedener Künstler in New York. Dort entstanden auch die berühmten Coca-Cola Flaschen.
Im Jahr 1968 übte eine ehemalige „Mitbewohnern“ und Angestellte, Valerie Saloanes, ein Attentat auf
Andy Warhol aus. Sie schoss dem Künstler mit einer Pistole mehrmals in die Brust. Der
Künstler wurde dabei schwer verletzt und musste sein Leben lang ein Korsett tragen.
Neben Siebdrucks, gründete
Andy Warhol eine Rock-Pop Band und und inszenierte genauso bizarre und doch sehr gefragte Stücke am Brodway.
1987 starb der Pop-Art
Künstler nach einer Gallenoperation an Herzversagen. Er wurde in Pittsburgh bei gesetzt.