Fleissübung meint natürlich die Herstellung eines solchen Bildes. Die Fragestellung der Malerei von Ch. Close ist nicht malerischer Natur, sondern will eher Fotografie als Bildmedium hinterfragen. Vergleichbar wäre das mit Bildern von G. Richter, der für mich hinsichtlich dessen viel weiter gegangen ist als Ch. Close. Aber das ist ein großes Thema, das sich kaum so nebenbei diskutieren läßt. Die Faszination, die Bilder von Ch. Close auf viele haben, kommt von einer naiven Verwunderung, daß man so realistisch malen kann. Das ist ein doppelter Irrtum, denn dieser vermeintliche Realismus ist erstens keiner (denn es geht um Ähnlichkeit mit einem Foto und nicht um Nähe zur Natur), und zweitens ist er nicht Ziel sondern Konzept.
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