....oh macht das Spass! Ehrlich jetzt! Und wenn schon aus keinem anderen Grund, dann fahr ich irgend wann einmal 'rauf ins Waldviertel , schau mir diesen schönen Schüttkasten an und dann hoff' ich viel Zeit zu haben um mit Dir zu philosophieren......
Zitat:
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Zitat von AZI
......... Philosophie ist ein Teil von mir, die Philosophie nach der ich lebe......
......Gedankenspiel, welches zum einem dem Selbst und zum anderen in geringen Maße einer kleinen Gruppe von Menschen Eigen ist....
......Nein Philosophie handelt nicht von mir, aber von meinen Überzeugungen...
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Naja, das ist sicher ein legitimer Standpunkt und auch jener unter welchem Philosophie heutzutage auch meistens ausgelegt wird; (Dieser Satz schreit geradezu nach einem "aber")
Aber, es ist nicht das was Philosophie eigentlich per Definition ist. Simples Beispiel: Der philosophische Lehrsatz von "Trial and Error" ist eine universell gültige und einsetzbare These. Futsch ist das Gedankenspiel das sich um einen selbst oder nur eine kleine Gruppe dreht.
Das ist aber genau das was ich seit einigen Postings versuche herauszuarbeiten, (aber ich weiss, dass ich mich manchmal ziemlich unverständlich ausdrücken kann, also bitte um Nachsicht) Ich habe es mit den Begriffen: (M)EINE Realität (= (m)eine Philosophie) und DIE Realität (= DIE Philosophie) umschrieben.
Beim Thema "meine Philosophie" kann ich nur sehr beschränkt mitreden, weil die meine, abgesehen von einigen Grundfesten an denen ich nicht gewillt bin zu rütteln (= Grenzpfosten) sich in einem beständigen ununterbrochenen Wandlungsprozess befindet.
Dazu kommt, dass ich auch noch felsenfest davon überzeugt bin, dass man ohne Begriffsdefinitionen (=Grenzen, Grenzpfosten, Ankerpunkte) einfach nicht auskommen kann, weil sonst ein Gespräch, eine Diskussion, ein Disput unweigerlich in einem breiigen "Wischiwaschi" versinkt. Man kann einfach nicht sagen "groß" oder "klein" ohne es in irgendeine Relation zu einer allseits anerkannten Größe zu stellen. Für mich/ Dich ist der Eiffelturm vielleicht "groß" - für den Bauleiter an Dubais höchstem Wolkenkratzer der Welt mit ca 1.000m Höhe wird der Eiffelturm "klein" sein.
Folglich (das ist eine philosophische Betrachtung, die für mich unter DIE Philosophie fallen würde) ist alles relativ bis man es in eine, zumindest für die Teilnehmer eines Gespräches anerkannte, Relation zu etwas anerkannt Bekannten setzen kann.
Das sind dann die "Grenzen" von denen ich immer wieder rede. "Grenze" bedeutet ja auch nicht immer automatisch "Einengung" sondern manchmal einfach nur die Definition eines bestimmten Raumes. Wenn Du eine riesige Wiese hast, und darauf die Grenzlinien eines Fussballfeldes malst, wird die Wiese dadurch nicht kleiner, die Freiheit überall herumzurennen nicht eingeschränkt, aber wenn wir Fussballspielen wollen, wissen wir dann wann wir uns im "Out" befinden - zumindest wenn wir uns darauf geeinigt haben nach den allgemein für Fussball gültigen Regeln zu spielen. Sonst nix.
Zitat:
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Zitat von AZI
Wenn es um Grenzen geht bin ich nciht erade Experte, ich nehme mir die Freiheiten in einem Rahmen den ich selbst stecke, passt mir der Rahmen nicht, gefällt mir das Ergebnis nicht bau ich mir einen neuen Rahmen...
Grenzen existieren für mich nciht wirklich und ich kann auch nciht verstehen warum man danach suchen soll...
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Da hast Du, gerade aus Deinem Blickwinkel der Definition von Philosophie natürlich recht. Der Haken bei der Sache ist, dass der Mensch sich nun mal als "soziales Wesen" etabliert hat und in dieser Funktion sein Selbstverständnis übt. Aus diesem Blickwinkel betrachtet sind Grenzen aber unerlässlich (räumlich, zeitlich, gesetzlich, gesellschaftlich, sozial, etc.) Nur durch Grenzen wird ein "miteinander auskommen" (in welch bescheidenen Rahmen auch immer) überhaupt erst vorstellbar und möglich. Das anerkenne sogar ich als eingefleischter Diskordianer.
Aber um hier nicht vom Hundersten ins Tausendste zu kommen, möchte ich doch auf die Thematik um die es eigentlich in diesem Thread geht zurück kommen: Die Frage "was ist Kunst".
Um das auf einen stark simplifizierten Nenner zu bringen, würde ich sagen, das hängt ganz davon ab ob man mit (seiner) Kunst etwas für sich selbst, fürs eigene Wohlbefinden tun will oder ob man damit auch nach einer Art kommerziellem Erfolg oder auch nur weiterreichenden Anerkennung schielt.
Siehe:
(M)EINE Philosophie - (M)EINE Realität - (M)EINE Kunst
vs.:
DIE Philosophie - DIE Realität - DIE Kunst
DAS ist die Unterschiedlichkeit welche ich zunächst herausarbeiten wollte.
Aber vielleicht ist es auch gar nicht so wichtig.....
Zitat:
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Zitat von AZI
Das Einzigste was den Menschen von anderen Tieren unterscheidet ist die Grausamkeit Bei Tieren gibt es fressen und gefressen werden, Menschen hingegen töten Tiere und auch Artgenossen aus reinem Vergnügen und irgendwie bin ich mir nciht sicher das das etwas ist worauf wir Stolz sein könnten...
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Da gehe ich leider fast völlig konform mit Dir. Ergänzend wäre noch hinzuzufügen, dass wir (leider) die Art mit der größten kollektiven Intelligenz sind, - ein Umstand der bis zum heutigen Tag herzlich wenig zum Wohle der Allgemeinheit (was in meinen Augen sämtliche Tierarten und die Erde ansich inkludiert) eingesetzt wurde. Kommt doch nicht von ungefähr, dass ich auch mit meiner Herbst-Tournee versuche (wieder einmal) ein ganz klares und deutliches Zeichen zu setzen, dass da lautet: "Wir alle haben nun verdammt noch mal eine Verantwortung für einander. Wegschauen ist kein Rezept."
So, ich denke das reicht wieder mal für heute. Danke für die Infos ref eBook, vielleicht mach' ich das einmal, mein Roman "Escat" hat aber 400 Seiten, also das dürfte wenig Sinn haben. Aber eine Sammlung meiner Kurzgeschichten? Wer weis.....
Anyway, wünsche ein schönes Wochenende
in diesem Sinne
Kratzfuss
Der Herr Doc